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Everllence, ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Antriebstechnik, Energieeffizienz und CO2-Reduzierung im Schifffahrts-, Energie- und Industriesektor, musste mehrere identische sechsstufige Radialgetriebekompressoren für eine Anlage zur CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) überprüfen. Jede Maschine war etwa 3 m × 3 m × 3 m groß und erforderte genaue 3D-Messungen aller Einlass- und Auslassflansche sowie der Positionen und Verbindungsstellen der vorhandenen Rohre. Ziel war es, festzustellen, wie stark die Verbindungsflächen vom CAD-Modell abweichen, und mögliche Unterschiede zwischen den einzelnen Maschinen zu ermitteln.
Herausforderungen: Warum erwiesen sich herkömmliche Messinstrumente angesichts der Komplexität, Geometrie und Größe der Maschinen als zu schwierig oder sogar unmöglich in der Anwendung?
Wegen der komplizierten Geometrie und der großen Abmessungen waren herkömmliche Messinstrumente einfach nicht geeignet. Einfache Instrumente wie Messschieber konnten die komplexen Formen nicht erfassen. Außerdem waren die Maschinen zu groß, um sie auf ein kontaktfreies Koordinatenmessgerät (CMM) zu stellen. Da alle fünf Seiten – vorn, hinten, links, rechts und oben – relativ zueinander erfasst werden mussten, war auch ein Laser-Tracker nicht geeignet, da nicht alle Oberflächen von einer einzigen Position aus sichtbar waren. Andere optische Systeme kamen ebenfalls nicht in Frage, da die Höhe der Maschine die Grenzen einer Standard-Stativkonfiguration überschritt.
Nur die optische Messtechnik konnte vollständige und genaue Ergebnisse liefern.
Warum war die optische Messtechnik die naheliegende Wahl?
Andere Messmethoden waren nicht nur ungenau, sondern hingen auch stark von den Fähigkeiten des Anwenders ab, wie beispielsweise die Überprüfung des Spiels mit Fühlerlehren. Die Ergebnisse waren oft mehrdeutig und schwer zu interpretieren, was zu einem „Friedhof der Zahlen“ führte. Im Gegensatz dazu liefert die optische Messung klare, visuelle und äußerst genaue Daten, die jeder im Team verstehen und ohne Bedenken verwenden kann.
Welche anderen Mobilitätsbeschränkungen beeinflussten die Wahl der Messtechnik?
Bei diesem Projekt mussten die Messungen direkt in der Produktionsumgebung durchgeführt werden, genauer gesagt im Verpackungs- und Rohrmontagebereich. Die gewählte Lösung musste daher flexibel genug sein, um an verschiedenen Messstationen in der Produktionshalle sowie an anderen Standorten und in Kundenanlagen – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich – eingesetzt werden zu können.
Lösung: Genaue, tragbare, einfache und bewährte 3D-Scanner
Genauigkeit
Wegen der großen Abmessungen der Maschine – etwa 3 m × 3 m × 3 m – war eine Kombination aus Fotogrammetrie und 3D-Scanning erforderlich, um eine hohe Genauigkeit für die gesamte Baugruppe zu erreichen. Die Lösung bot auch die Flexibilität, große Komponenten schnell und effizient aus größerer Entfernung mit dem Fernmodus zu scannen, wodurch die Anzahl der Targets begrenzt wurde. Gleichzeitig ermöglichte der Nahmodus die Erfassung kleinerer Bereiche mit feinen Details und hoher Auflösung. Für mittelgroße Komponenten bot der Skalenleistenmodus eine effektive Alternative zur Fotogrammetrie, wobei die Genauigkeit beibehalten und der Arbeitsablauf weiter vereinfacht wurde.
Tragbarkeit
Dank ihres ergonomischen, handlichen und tragbaren Designs konnte die Lösung sowohl im Werk als auch vor Ort bei den Kunden flexibel eingesetzt werden. Die Messungen waren nicht auf die dafür vorgesehene Messstation beschränkt, sondern konnten auch direkt in verschiedenen Montagebereichen durchgeführt werden. Diese Mobilität war besonders dann von Vorteil, wenn bestimmte Oberflächen aufgrund komplexer Rohrleitungsführungen oder räumlicher Einschränkungen schwer zugänglich waren.
Bedienerfreundlichkeit
Die Bedienung der Lösung war erstaunlich einfach zu lernen und machte sogar Spaß, da sie schnell und ohne großen Aufwand Ergebnisse lieferte. Im Vergleich zu anderen Fotogrammetriesystemen bot sie Funktionen, die die Bedienung vereinfachten – wie zum Beispiel einen projizierten Rahmen mit Farbindikation –, was die Einrichtung und Ausrichtung unkompliziert machte. Die Anwender benötigten in der Regel nur ein bis fünf Messungen, um sich mit dem System vertraut zu machen, was im Vergleich zu alternativen Lösungen eine sehr kurze Lernphase darstellt.
Die Software war ebenso intuitiv, sodass die Anwender nach nur wenigen Klicks mit dem Scannen beginnen konnten. Klare Farbcodes zeigten sofort an, wie gut Targets und Skalenleisten erfasst worden waren, während die hochauflösende Echtzeit-Visualisierung des Scanfortschritts die Benutzerfreundlichkeit während des gesamten Erfassungsprozesses weiter verbesserte.
Bewährte Technologie
Abgesehen von den Spezifikationen suchte der Kunde einen zuverlässigen und renommierten Hersteller – einen mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz in der optischen Messtechnik. Die Wahl eines vertrauenswürdigen Partners garantierte den Zugang zu einem leicht erreichbarem Kundensupport und umfassenden Schulungsprogrammen für eine schnelle und einfache Einarbeitung. Zudem wurde die Software laufend weiterentwickelt, was regelmäßige Updates und kontinuierliche neue Funktionen sicherstellte.
Der HandySCAN 3D für große Teile, der MaxSHOT 3D und die Creaform Metrology Suite sind gute Beispiele für solche genauen, tragbaren, benutzerfreundlichen und bewährten Fotogrammetrie- und 3D-Scan-Lösungen.
Vorteile: Höhere Effizienz, Geschwindigkeit und Kundennutzen
Von erhöhter betrieblicher Effizienz über schnellere Projektabwicklung bis hin zu höherer Kundenzufriedenheit – diese Vorteile ermöglichen es Unternehmen, einen besseren Service und einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil zu bieten.
Zeiteinsparungen
Mit einer vielseitigen Messlösung, die sie sich an jede Situation anpassen lässt, lässt sich während des gesamten Projekts viel Zeit sparen. Ob es sich um große Komponenten, komplexe Geometrien oder schwierige Umgebungen handelt – Messungen können direkt in der Produktion oder sogar beim Kunden vor Ort durchgeführt werden. Das System ist leicht zu verstehen und zu bedienen und ermöglicht so jedem Teammitglied, alles und überall zu messen.
Höhere Effizienz
Indem hochgenaue Messungen direkt in die Produktion ausgeführt werden können, sind Prüfungsteams nun in der Lage, messtechnische Aufgaben flexibel an jedem Ort durchzuführen, wodurch Engpässe und interne Transportverzögerungen vermieden werden. Auf diese Weise können mehrere große Projekte gleichzeitig durchgeführt werden, was zu einer Verbesserung der Durchlaufzeiten und der Effizienz in allen Abteilungen führt.
Kundenzufriedenheit
Für kundenorientierte Unternehmen ist der Einsatz modernster Technologien entscheidend, um hohe Qualitätsstandards zu erfüllen und schnellere Ergebnisse zu erzielen. Kürzere Vorlaufzeiten und schnellere Antworten auf Anfragen stärken das Vertrauen und die Zufriedenheit. Letztendlich führt die Kombination aus hoher Qualität und Zeitersparnis zu zufriedenen Kunden, was zu Folgeaufträgen und neuen Geschäftsmöglichkeiten führt.
Kunde: Everllence
Everllence (ehemals MAN Energy Solutions) ist ein weltweit führender Anbieter in den Technologiebereichen Antriebstechnik, Energieeffizienz und CO2-Reduzierung im Schifffahrts-, Energie- und Industriesektor. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und rund 15.000 Beschäftigten an 140 Standorten weltweit treibt den globalen Energiewandel voran, indem es wichtigen Industriezweigen dabei hilft, schwer vermeidbare Emissionen zu reduzieren.
In der Abteilung „Repair Engineering“ von Everllence führen Ingenieure detaillierte Prüfungen und spezielle Analysen durch, um Komponentenschäden zu bewerten, Lieferbedingungen zu dokumentieren und die Forschung und Entwicklung sowie die Qualitätskontrolle für metallische 3D-gedruckte (LPBF-)Teile zu unterstützen. Für die Erfassung komplexer Geometrien – insbesondere bei Komponenten, die eine vollständige Fünf-Seiten-Messung erfordern – erwiesen sich herkömmliche Messinstrumente wie Messschieber, CMMs oder Laser-Tracker als ungeeignet.
Die Fotogrammetrie- und 3D-Scan-Lösungen von FARO CREAFORM boten die ideale Lösung. Der HandySCAN 3D und der MaxSHOT ermöglichten genaue und vollständige 3D-Messungen sowie eine effiziente Datenerfassung, wo andere Systeme versagten. Thorben Blohm, Konstrukteur bei Everllence in Oberhausen, erklärt: „Die Kombination aus Benutzerfreundlichkeit und Genauigkeit ist für uns unschlagbar.“
Published 04/22/2026


