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ENVSN und Creaform nehmen gemeinsam Kurs auf Rio 2016

ENVSN und Creaform nehmen gemeinsam Kurs auf Rio 2016

Seit über 10 Jahren bietet Creaform weltweit 3D-Engineering-Services an. Das Unternehmen verfügt über beträchtliche Erfahrung in den Bereichen Prüfung, 3D-Scanning, Reverse Engineering, Maschinenbau, Design und Finite-Elemente-Analyse (FEA). Die Rundumbetreuung von Projekten erfolgt direkt vor Ort oder in den Labors von Creaform.

Die French National School of Sailing and Water Sports, kurz ENVSN, in Saint-Pierre Quiberon nahm kürzlich das Know-how der Ingenieure der 3D-Engineering-Services von Creaform in Anspruch, um verschiedene Messungen durchzuführen. Es ging um die Entwicklung eines Masts für die Finn-Disziplin bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, an der die ENVSN beteiligt war. Als erster Schritt wurde die bestehende Situation beurteilt. Dazu wurden mehrere Masten ausgewählt, getestet und vermessen. Mechanische Prüfungen ergaben die Verformung bei Belastungen, und auch Formmessungen wurden durchgeführt. Bei diesen Oberflächenmessungen kamen der optische 3D-CMM-Scanner MetraSCAN und das optische Koordinatenmesssystem MaxSHOT 3D zum Einsatz. Mithilfe der so gewonnenen Oberflächendaten konnten Abschnitte in unterschiedlicher Höhe extrahiert und miteinander verglichen werden. Auf Grundlage dieser geometrischen und mechanischen Daten berechnete dann eine spezielle Software die strukturellen und strömungsmechanischen Bedingungen, die nötig waren, um die bestmögliche Mastform für ein bestimmtes Windspektrum zu entwickeln.

ENVSN und Creaform nehmen gemeinsam Kurs auf Rio 2016„Die vermessenen Masten wiesen ein recht großes Höhe-Breite-Verhältnis aus (bei Breiten zwischen 3–10 cm betrug die Höhe beinahe 7 m). Creaform half uns bei der Durchführung dieser Messungen“, so Paul Iachkine, Forschungsingenieur bei der ENVSN. „Um die erforderliche Messgenauigkeit zu erzielen, wurden Positionierungszielpunkte per Fotogrammetrie unter Zuhilfenahme des optischen Koordinatenmesssystems MaxSHOT 3D vermessen.“

„Das tragbare und messarmlose CMM-System HandyPROBE wird von uns bereits seit Mitte 2012 zur Messung geometrischer Formen eingesetzt. Durch die Implementierung von HandyPROBE in die Verfahren zur Verformungsmessung werden unsere verschiedenen Messprüfstände immer moderner. Dieses System ist mit der Software PolyWorks Inspector von Innovmetric verbunden. Damit wir Oberflächenmessungen durchführen können, haben wir den optischen 3D-CMM-Scanner MetraSCAN und die PolyWorks-Software erworben. Die beiden Tools können gleichzeitig verwendet werden. Bevor wir uns dafür entschieden, HandyPROBE zu kaufen, setzten wir äußerst simple Technologien wie Aufspannvorrichtungen, Tiefenmesser und Abstandssets ein. Die Anzahl der Messpunkte war dementsprechend gering. Es ging mehr um Konformitätsprüfungen als um tatsächliche Messungen.“

Die Creaform Messsysteme kommen bei der ENVSN in vielen Bereichen zur Anwendung:

  • Formmessung von Rumpf oder Schwimmkörper (zum Segeln, Kitesurfen, Surfen, Kajakfahren, Rudern) sowie der Zusätze (Schwerter, Ruder, Ruderblatt) oder der Takelage (Mast, Ausleger, Spiere usw.), Anlegen und Füllen einer Datenbank für die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände
  • Prüfung der Symmetrie von Rümpfen und Schwimmkörpern (zum Segeln, Kitesurfen, Surfen, Kajakfahren, Rudern usw), Entfernungstests zwischen Referenzpunkten, Prüfung von Abschnitten oder Profilen
  • Verwendung dieses Messverfahrens zur Automatisierung unserer derzeitigen mechanischen Testprüfstände (Masten, Schwerter, Segel usw.)

Im Profisport im Allgemeinen und bei Wassersportarten im Besonderen kommt es auf herausragende Kenntnisse der verwendeten Ausrüstung an, um Höchstleistungen zu erbringen. Die ENVSN unterzieht ihre Ausrüstung schon seit vielen Jahren Kalttests, besaß aber kein genaues, zuverlässiges System, mit dem die Geometrie der unterschiedlichen Komponenten eines Rennbootes gemessen werden konnte. Die Schule sah sich nach einem Verfahren um, das einfach zu implementieren, zu kalibrieren und tragbar war, in einer hangarartigen Umgebung eingesetzt werden konnte und die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit am Messobjekt gewährleistete, ohne dass das System neu kalibriert werden musste (dynamische Referenzierung).

„Der Erwerb des 3D-Scanners MetraSCAN ist für das Unternehmen eine bedeutende Investition und stellt zudem einen gewaltigen technologischen Fortschritt dar, durch den sich vor allem im 3D-Scanning neue Möglichkeiten eröffnen. Unser größter Kunde ist derzeit die französische olympische Segelmannschaft. Wir haben vor, uns dank dieser Technologie auch bei weiteren Wassersportverbänden ins Gespräch zu bringen, und möchten die ENVSN bei ihnen in Zukunft als feste Konstante beim Vorbereitungstraining für die Olympischen Spiele etablieren“, führt Iachkine aus.

„Eine der Stärken von Creaform liegt in der dualen Herangehensweise, nämlich der Bereitstellung von Messlösungen sowie von 3D-Engineering-Services. Dadurch sind gezielte Investitionen in Anlagen für die gängigsten Anwendungen und der Zugriff auf Services oder Optionen zum Anlagenverleih bei Verwendung derselben Tools möglich. Dank der Vielfalt der Projekte, an denen die Ingenieure von Creaform arbeiten, haben sie immer technische Lösungen für unsere spezifischen Messprobleme parat.“


Über die ENVSN

Die French National School of Sailing and Water Sports (ENVSN) gilt als etablierte Institution bei der Entwicklung von Wassersportarten, und zwar nicht nur, was die Sportarten selbst angeht, sondern auch, was Trainings- und Freizeitaktivitäten betrifft.

Sie wurde 1965 von Maurice Herzog, Hochkommissar für Jugend und Sport, ins Leben gerufen und nahm 1970 ihre Arbeit auf. Ihr Ziel bestand darin, Jugendliche, Sportmanager und Segelklubtrainer zu trainieren und die französischen Segeljollenmannschaften zu unterstützen.

Die neu geschaffene Qualifikation zum nationalen Segellehrer und Entwicklungen im professionellen Coaching haben der ENV eine bedeutende Rolle verschafft, wenn es um das Festlegen von Lehrmethoden und die Investition in das Training von Sportlehrern geht. Zu den Schwerpunkten der Schule gehörten bislang Wissensvermittlung und Entwicklung im Profisport, Forschung, Training und Innovation.

Aus einer Kompetenzerweiterung gemäß des French Sports Code im Juli 2007 ging dann die French National School of Sailing and Water Sports hervor, die Profisportler hilft, sich inmitten der fortwährend verändernden Praktiken im Wassersport zurechtzufinden.

Heute ist die ENVSN bestrebt, als ständiger Partner im Wassersport präsent zu sein.